Unfälle und Verletzungen beim Joggen oder Laufen sind zwar eher selten, aber kommen vor...
               



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Unfälle beim Joggen oder Laufen sind zwar eher selten

Joggen und Laufen kann fast überall ausgeübt werden

aber kommen doch immer wieder einmal vor Unfälle beim Laufen oder Joggen sind zwar relativ selten aber verschiedene Faktoren führen zu einer erhöhten Verletzungsgefahr, die Sie beachten sollten: Besonders unebenes Gelände, schlechte Laufschuhe, im Dunkeln laufen, Laufen in eine Gruppe mit vielen Menschen, wenn die Erschöpfung zu groß ist, eine zu hohe Trainingsintensität, eine zu rasche Steigerung der Trainingsintensität, ein schlechter Trainingszustand. Bei bis zu 80 Prozent der Unfälle ist ein schlechter Trainingszustand und die mangelnde Ausdauer der Verletzungsfaktor.

 

Die Verletzungen am Sprunggelenk: Die Verletzung des Sprunggelenks ist meistens eine Umknickverletzung und kommt häufig vor. Bei dieser Umknickverletzung liegt sehr oft auch die Schädigung der Außenbänder des Sprunggelenks vor, Die Hauptgründe bei diesen Verletzungen liegen in der Bodenunebenheit im Gelände oder Wald und eine allgemeine oder auch muskuläre Ermüdung. Die Ermüdung der Musekln führt zu einem unsauberen, wenig dynamischen Laufstil und genau dabei kommt es dann zu den Umknickverletzungen. Die Folgen daraus sind nicht selten eine Bänderzerrung oder gar ein Bänderriss am Sprunggelenk. Wenn es ganz dicke kommt, kann auch ein Außenknöchelbruch vorliegen.  Eher seltener sind die schweren Sprunggelenksbrüche oder auch offene Brüche wie ein Bruch des Mittelfußknochens. Wenn eine typische Umknickverletzung vorliegt können Sie das meistens daran erkennen, dasss es zu einem sehr raschen Anschwelllen der Knöchel kommt. Wenn Sie das bei einer Umknickverletzung feststellen, sollten Sie Ihr Lauftraining umgehen einstellen. Das Schwellungsausmaß und die Belastbarkeit des Fußes lassen keine sicheren Rückschlüsse auf das Ausmaß der Verletzung zu. Also lieber bei einer solchen Verletzung mit dem Laufen aufhören und langsam nach Hause gehen oder sich abholen lassen. Das setzt natürlich voraus, dass Sie beim Joggen immer ein Handy dabei haben. 

 

Verletzungen der Muskulatur während des Joggens: Eine der häufigen Verletzungen sind Muskelverletzungen. Muskelverletzungen kommen meistens dann vor, wenn eine muskuläre Ermüdung vorliegt oder die Muskeln vor der Trainingseinheit nicht ausreichend erwärmt wurde und somit eher als kalte Muskulatur zu bezeichnen ist. In einem kalten Muskelzustand oder einem Ermüdungszustand ist der Muskel für Verletzungen besonders anfällig.

Auch nach einer noch nicht ausreichend ausgeheilten muskulären Verletzung kann es schnell wieder zu einer neuen Verletzung der Muskulatur kommen. Deshalb unser Sporttipp: Alle Muskelverletzungen und Sportverletzung müssen ausreichend lange ausgeheilt werden. Dazu zählt dann auch eine ausreichende Sportpause.

  

Typisch bei Muskelverletzungen sind die Muskelzerrung, der Muskelfaserriss und der Muskelriss.  Der Jogger oder Läufer spürt dabei sehr schnell einen plötzlichen, scharfen Schmerz im Bereich der betroffenen Muskulatur. Meistens kommt diese Art Verletzung bei Joggern in der Wadenmuskulatur oder hintere Oberschenkelmuskulatur vor. Kurz nach dem plötzlichen, scharfen Schmerz kommt es zu einem krampfartigen Zusammenziehen der Muskulatur. Bei den Museklfaserrissen und Muskelrissen, bildet sich in der Regel sehr rasch ein Bluterguss (Hämatom).

 

Leider ist die Unterscheidung zwischen einem Muskelfaserriss und einer Zerrung nicht ganz leicht. Muskelrisse oder auch Muskelentzündungen können aber durch eine oft tastbare Delle frühzeitig erkannt werden. Sollte sich das Hämatom ausbreiten, kann die Deller etwas später allerdings schon wieder verschwunden sein. Auch bei dieser Art Verletzung sollte das Laufen unbedingt unterbrochen werden. Ebenfalls nicht ratsam sind Dehnübungen bei dieser Art der Verletzungen. 

 

Man kann auch Wadenkrämpfe oder Muskelkrämpfe im entferntesten Sinne zu den muskulären Verletzungen rechnen.  In der Regel sind solche Wadenkrämpfe oder Muskelkrämpfe eher harmlos und sind auf eine ungenügende Zufuhr von Mineralien zurückzuführen. Einen Wadenkrampf erkennen Sie an dem plötzlichen, scharfen Schmerz in der Wade. Allerdings kündigt sich ein solcher Krampf im Verlauf des Laufens durch einen zunehmende Muskelverhärtung an. 

 

Auch der Verletzungen der Achillessehne können vorkommen: Sollten Sie bereits eine vorgeschädigte Achillessehen haben, kann es auch beim Laufen zu einem Achillessehnenriss kommen.Der Achillessehnenriss kann ausgelöst werden durch ein falschen Tritt in eine Bodenunebenheit. Ein Abriss ist eher bei vorgeschädigten Sehnen der Fall. Dennoch kann es häufig zu Zerrungen und chronischen Reizzuständen der Achillessehne kommen. Sollte die Achillessehne reißen (Achillessehnenruptur) verspürt der Läufer oder Jogger einen plötzlichen, heftigen Knall und Schmerz in der Achillessehne. Dieser Knall oder dieses dumpfe Geräusch beim Abriss der wohl dicksten Sehne in unserem Körper ist zu vergleichen mit einer Gitarrenseite die reißt. Ein sogenannter 'Boing' entsteht. Viele Betroffene berichten auch von einem Gefühl, dass ein anderer in die Achillessehene oder in die Wade getreten habe. Bei einer Achillessehnenruptur ist eine recht große Delle meist oberhalb des Achillessehnenansatzes zu tasten. Der Fuß kann dann eigentlich nicht mehr und wenn nur sehr kraftlos zu Boden gesenkt werden. Durch den Riß der Achillessehen kann der Fuß nicht mehr gehalten werden und hängt dadurch leicht nach unten. 

 

Unser Fitnesstipp: Genießen Sie beim Joggen oder Laufen auf jeden Fall die Natur oder die Gegend in der Sie laufen, aber schauen Sie auch ab und zu einmal auf die Strecke - gerade auf unebenem Waldboden sollte jeder Schritt ein festen Halt haben.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. April 2010 um 18:22 Uhr