Das Cyclocross ist der Knaller unter den Radsporträdern:

Cyclocross also das Rad zum Querfahren oder Querfeldein-Radsport sind allesamt Bezeichnungen für dieses wirklich vielseitige Fahrrad. Bei diesem Fahrrad geht es jedoch lediglich um eines. Mit dem Cyclocross wird sowohl im Herbst als auch im Winter Rad gefahren und zwar genauso in Parks wie querfeldein im Wald. Dieser Radsport, der lange nicht mehr so trendig war - gar fast in Vergessenheit geraten ist - findet nach einem großen Boom in den USA nun endlich auch wieder nach Europa zurück. Diese Art des Radfahrens ist eine schnelle und sehr athletische Radsportart. Sollten Sie einmal die Gelegenheit haben, sich ein Cyclocross Rennen anzuschauen, oder sogar daran teilnehmen zu können, dann sollten Sie diese Chance wirklich nutzen. Am Rennen selber teilnehmen sollten selbstverständlich nur die fittesten unter den Querfeldeinfahrern. Vielleicht können wir Sie ja so ein kleines bisschen auf den Geschmack des Cyclo-Cross bringen. Das Cyclocross als Querfeldeinrad unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht besonders von einem normalen Rennrad. Es hat einen Diamantrahmen, 28 Zoll-Laufräder und Rennlenker.
Wenn man das Cyclocross allerdings genauer betrachtet fällt auf, dass es doch einige Besonderheiten an diesem Fahrrad gibt. Am auffälligsten bei dem Cyclo-Cross dürften allerdings die Bremsen und die Reifen sein. Denn bei den Bremsen handelt es sich am häufigsten um Cantileverbremsen, am zweithäufigsten kommen V-Brakes als Bremssystem zum Einsatz. Des weiteren haben die Quervelos einen längeren Radstand wie die Rennräder. Außerdem fällt der flachere Sitzwinkel und Lenkwinkel beim Querfeldeinrad auf. Wesentlich mehr Reifenfreiheit ist an Gabel und Hinterbau festzustellen.

Die richtigen Crossräder, die für den regelrechten Rennbetrieb gebaut wurden, besitzen normalerweise nicht so etwas wie Flaschenhaltervorrichtung, Schutzbleche, Gepäckträger oder ähnliches. Wenn Sie Ihr Rad allerdings alltagstauglicher machen möchten, dann können Sie diese Gegenstände selbstverständlich anbringen. So können Sie Ihr Cyclocross auch ausserhalb der Saison für den Weg zu Arbeit oder für vergleichbare Ziele einsetzen. Außerdem ist es während der Trainingsphase gar nicht so schlecht ab und zu etwas zu trinken greifbar zu haben. Denn wie wir ja wissen ist Flüssigkeit beim Sport extrem wichtig, Sie sollten beim Kauf darauf achten, dass der Rahmen aus Aluminium ist oder aus Carbon und mit einem austauschbaren Schaltauge ausgerüstet sind. Denn wenn Ihnen das Schaltwerk einmal - meistens durch ruppiges Schalten im Gelände - kaputt geht, muss es eventuell ausgetauscht werden. Bei Fahrradrahmen aus Titan oder aus Stahl ist häufig kein austauschbares Schaltauge vorhanden. Also Augen auf beim Kauf!
Hätten Sie gewusst, was Carbon ist? Nein! Carbon besteht aus Kohlenstoff und ist auf der einen Seite ein besonders leichtes Material aber auf der anderen Seite trotzdem sehr robust ist. Weil die Herstellung von Carbon sehr aufwändig und auch sehr teuer ist, wird Carbon nur bei besonders hochwertigen Fahrrädern zur Herstellung von Rahmen, Gabeln, Laufrädern oder Felgen verwendet.
Titanrahmen sind ideal für den Radquer geeignet, denn diese sind relativ leicht, dämpfen wegen ihrer Elastizität die Schläge des Untergrundes recht gut ab und sind trotzdem noch ausreichend steif. Da Titan schon materialbedingt nicht korridiert, sind diese Rahmen sehr widerstandsfähig gegenüber Matsch, Regen oder Schnee. Ein Cyclocross ist diesen Witterungen ja ständig ausgesetzt. Einen Nachteil gibt es allerdings auch bei Titanrahmen: Sie sind meistens ziemlich teuer. Meistens ist der Preis für ein 'günstigen' Titanrahmen so hoch, dass man dafür zwei gute, steife, leichte Rahmen aus Aluminium bekommen könnte. Da Titanrahmen oft sehr unauffällig sind, das Sie meistens ein mattes Grau oder leidliches Silber haben, ist dieser Rahmen für viele Querfahrer nicht auffällig genug. Immerhin macht so ein schöner bunter Rahmen ja mehr her und ist viel auffälliger durch meistens schöne, bunte Lackierungen und grossen Schriftzüge. Titanrahmen können übrigens auch lackiert werden. Das ist aber nicht unbedingt zu empfehlen, da man sich nur eines der Hauptvorteile des Materials, nämlich die Unverwüstlichkeit der Oberfläche, berauben würde. Trozdem es bereits ein höheres Aufkommen von Carbonrahmen gibt, ist im Querfeldein Aluminium noch immer das am häufigsten verwendete Rahmenmaterial. Das liegt wohl daran, dass sowohl Rahmen als auch Räder aus Aluminium relativ leicht und recht günstig sind.
Beim Querfeldeinradfahren werden fast ausschließlich Rennradschaltwerke gefahren. Dabei haben die hinteren Zahnkränze meistens eine Abstufung von 12-25/27 Zähnen. Die vordere Kompaktkurbel ist eigentlich nichts anderes als eine Neuauflage der früheren MTB-Kurbel. Sie ist in der Regel mit zwei Kettenblättern ausgestattet. Das kleine Kettenblatt hat standardmässig meistens 34 oder 36 Zähne. Das größere Kettenblatt 46 oder 48 Zähne. Bei Rennrädern sind die Kompaktkurbeln serienmässig mit 50 Zähnen am grossen Kettenblatt ausgestattet, was für das Gelände etwas viel sein könnte. Ein 46er als großes Kettenblatt würde hier auch völlig ausreichen.
Unser Sporttipp: Ein Rennrad kann zu einem Crossrad umgebaut werden:
Der Umbau eines Rennrades: Sie wollen in diesem Winter ein Cross-Rad fahren? Leider ist Ihre Garage schon voll mit Rennrad, Mountainbike und Hollandrad! Und außerdem haben Sie zur Zeit gar nicht das nötige Kleingeld für ein neues Cyclo-Cross. Und nun, kein Problem, wir bauen einfach eins der anderen Fahrräder um. Gehen wir einmal davon aus, dass Sie noch ein altes Straßenrad in der Garage haben, dann ist der Umbau schnell und recht günstig gemacht.Investieren müssen Sie auf jeden Fall in andere Reifen mit Profil, denn im Gelände werden Sie mit Straßenreifen nicht viel Erfolg haben. Behalten Sie beim Einbau der neuen Reifen unbedingt die Hinterbaustreben im Auge, denn das Rad soll sich ja ordentlich drehen und nicht am Metall schleifen. Bei der vorderen Gabel könnte es ebenfalls etwas eng werden. Versuchen Sie vielleicht einen Cyclo-Cross-Reifen in 30mm mit einem klassischen Crossprofil und einer breite von 26mm. Mit einem Reifen dieser Maße, dürfte er durch breiter gebaute Rennradrahmen und Rennradgabeln passen.
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Auch ausgetauscht werden sollte das Ritzelpaket. Hier ist eine Abstufung im Bereich 12-26/28 Zähne empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass der Umwerfer auch genug Kapazität hat um mit 28 Zähnen klarzukommen. Bei dem kleinen Kettenblatt reicht ein 39er und bei dem großen darf es ein 46er oder 48er Kettenblatt sein.Sind an Ihrem alten Rennrad STI-Hebel oder Ergopower-Hebel vorhanden, können diese dranbleiben. Die Unterrohrschalthebel sollten auf jeden Fall gegen Lenkerendhebel oder eine Brems-/Schalthebeleinheit ausgetauscht werden. Denn es ist wichtig, dass auch im Gelände die Hände auch während des Schaltens den Lenker möglichst nicht oder nur sehr kurz verlassen. Die Sitzposition des Rennrades sollte leicht verändert werden in dem der Sattel einen Zentimeter tiefer und der Lenker einen Zentimeter höher gestellt wird. Auch der Bremshebel darf ein wenig höher als beim Rennrad sein. Jetzt müssen noch die Straßenpedale gegen MTB-Pedale ausgewechselt werden und der Flaschenhalter, die Pumpe und die Satteltasche abmontiert werden, Denn wer schultert schon ein Cyclocross mit Flaschenhalter? Werden Sie während der Probephase mit dem umgebauten alten Rennrad für das Cyclocrossfahren infiziert, sollten Sie sich auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt ein 'richtiges' Crossrad zulegen.
Beim Querfeldeinfahren ist das Absteigen vom Rad am wichtigsten:
Richtiges Absteigen: Insgesamt gibt es drei Gründe, warum Sie vom Quer-Rad absteigen müssen:
- vor nicht fahrbaren Anstiegen
- vor fast fahrbaren Steigungen
- vor Hindernissen
Wenn Sie also absteigen müssen, schalten Sie in den Gang, in dem Sie, wenn Sie oben angekommen sind weiterfahren möchten. Beim Abstieg schwingt das rechte Bein über den Sattel, der rechte Fuß wird zwischen Rahmen und linkem Bein durchgeführt. Sobald dieser Fuß den Boden berührt, klickt auch der linke Fuß aus dem Pedal. Sie können auch vor dem Ausklicken des rechten Fußes mit dem linken Fuß ausgeklickt sein und den Fuß auf dem linken Pedal "geparkt" haben. Das ist dann immer zu empfehlen, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dass Sie zeitrichtig aus dem Pedal kommen. Unser Tipp: Ihr eigener Stolz sollte Sie niemals dazu verleiten, zu spät auskzuklicken, denn ein Sturz oder im schlimmstenfall das Fahren vor ein Hindernis, ist sehr unerfreulich und kann sehr weh tun.
Wenn Sie abgestiegen sind, legen Sie die linke Hand auf den Lenker, während die rechte Hand das Körpergewicht auf das Oberrohr legt. Sobald Sie laufen müssen, wird das Rad immer geschultert. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Sattel nicht unter der Achsel eingeklemmt wird, denn dadurch könnte das Rad nicht hoch genug gehoben werden und die Gefahr bestünde, das Sie an einem Hindernis hängen bleiben können. Bei den fast fahrbaren Steigungen sollten Sie solange fahren, bis Sie den Schwung verlieren. Nutzen Sie die letzte Geschwindigkeit um wie oben beschreiben vom Rad abzusteigen und das Rad zu schultern.
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